Archive for the ‘Kinofilme’ Category

Der Film „Unsere Ozeane“

Der Titel klingt vielleicht auf den ersten Blick nichtssagend bzw. langweilig. Manche sind dann eventuell der Meinung, sich solche Filme auch im Fernsehen ansehen zu können. Aber der Film „Unsere Ozeane“ (Originaltitel „Oceans“) ist wirklich sehenswert und auf der großen Kinoleinwand kommen die beeindruckenden Bilder in voller Größe erst so richtig zur Geltung. „Unsere Ozeane“ entführt in die geheimnisvolle Unterwasserwelt der Meere, zeitweise fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Ein Erwachsener erzählt aus der Sicht des kleinen, französischen Jungen, der er einmal war über die Wunder der Ozeane und die teils seltsam und fremd anmutenden Geschöpfe, die dort wohnen. Diese Dokumentation ist nicht nur etwas für Naturliebhaber und Leute, die gern ans Meer auf Urlaub fahren. Jeder sollte ihn gesehen haben. Eines ist garantiert: Sie werden in diesem Film Meeresbewohner sehen, die sie nie zuvor gesehen haben! Es kommt keine Langeweile auf, auch wenn man über längere Strecken Robbenkolonien, Schwärme von lebenslustigen Delphinen, Kämpfe ums Überleben – Fressen und gefressen werden, wagemutige Vögel, die sich mit Todesmut aus großer Höhe auf Fischschwärme ins Meer stürzen, Eisbären, Wale, seltene Fischarten und vieles andere mehr sieht. Eine wunderbare Dokumentation über die Weltmeere, über die fremden Welten, die es auch auf unserem Planeten gibt und über die Schönheit und Wunder der Erde. Gleichzeitig eine Mahnung über deren Zerbrechlichkeit und eine Ermunterung, die Natur sorgsam und mit Bedacht zu behandeln, um das ökologische Gleichgewicht für uns alle irgendwann wieder einmal herzustellen und nicht weiter Raubbau an der Natur und den Ressourcen der Erde zu betreiben. Besonders berührend auch die Szene, als der kleine Junge mit seinem Großvater (?) ein Museum besucht, in dem präparierte, bereits ausgestorbene Tierarten zu sehen sind, die für einen Menschen spürbar sozusagen mit anklagenden und traurigen Augen die Museumsbesucher ansehen. Das Wort „verschwunden….“ wird jedem Kinobesucher in diesem Zusammenhang unauslöschlich in Erinnerung bleiben. Gehen Sie auch mit Ihren Kindern in diesen Film und erwecken Sie damit deren Sinn für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein!

Hitchcock (Originaltitel: Hitchcock)

Filmdauer: 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Besetzung: Anthony Hopkins (Alfred Hitchcock), James D’Arcy (als junger Anthony Hopkins), Helen Mirren (Alma Reville Hitchcock), Scarlett Johansson (Janet Leigh), Jessica Biel (Vera Miles), Danny Huston (Whitfield Cook), Toni Collette (Peggy Robertson), Ralph Macchio (Joseph Stefano), Michael Stuhlbarg (Lew Wasserman), Kurtwood Smith (Geoffrey Shurlock), Michael Wincott (Ed Gein, der Serienmörder), Wallace Langham (Saul Bass), Richard Portnow (Barney Balaban), Josh Yeo (John Gavin), Paul Schackman (Bernard Herrmann), Richard Chassler (Martin Balsam)

Regie: Sacha Gervasi
Filmmusik: Danny Elfman
FSK: ab 12 J.

Jeder hat schon einmal einen Film von Alfred Hitchcock gesehen. Er war ein wahrer Meister seines Genres und verstand es wie kein anderer zu seiner Zeit, eine spannende Geschichte auch psychisch dem Zuseher so nahe zu bringen, daß dieser quasi mit den Protagonisten mitlebte. Vor allem die gruselige Duschszene in „Psycho“ ist hinreichend bekannt – wer hat nicht schon daran gedacht, wenn er unter der Dusche stand? ;-)
Der Kinofilm „Hitchcock“ basiert auf der Biografie des Regisseurs „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“ (Stephen Rebello; Übers.: Alfred Hitchcock und die Entstehung von Psycho).
In anschaulicher Weise wird vermittelt, wie „Hitch“, (Anthony Hopkins, der ironischer- und treffenderweise auch in Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“ als junger Mann die Hauptrolle gespielt hat), wie er von seiner Frau Alma Reville (dargestellt von Helen Mirren, grandios und witzig!) liebevoll-ironisch genannt wird, nach der Lektüre von Robert Blochs Roman unter Einsatz seines Vermögens allen Neidern und Unkenrufen zum Trotz seinen Lebenstraum verwirklichte. Gleichzeitig erhält man Einblick in Hintergründe, die auf der Lebensgeschichte des Serienmörders Ed Gein beruhen und das psychisch gestörte Verhältnis des Frauenmörders zu seiner Mutter aufzeigen. Auch die Beziehung von Hitchcock zu Frauen, den Hauptdarstellerinnen seiner Filme und vieles andere mehr wird in diesem Kinofilm gezeigt.
Bemerkenswert auch die Darstellung von Janet Leigh (Scarlett Johansson, keine einfache Rolle) und Hitch als „Dirigent“ bei der Premiere seines Films. Nicht nur für Fans von Psycho, Vertigo, Die Vögel & Co empfehlenswert. Spannendes und witziges Kinovergnügen!

Der Film „Wenn Liebe so einfach wäre“

Gleich zu Beginn: der Titel „Wenn Liebe so einfach wäre“ (Originaltitel „It’s complicated“) ist für diese spritzige, wenn auch romantisch gefärbte Komödie nicht wirklich treffend, da schlicht und einfach zu romantisch gewählt. Die Besitzerin einer Großbäckerei Jane Adler (Meryl Streep und wieder einmal göttlich) hat 3 erwachsene Kinder mit ihrem geschiedenen Mann Jake Adler (Alec Baldwin, zwar in dieser Rolle durchaus auch liebenswert, aber eine Diät würde ihm nicht schaden). Dieser ist mit einer weitaus jüngeren Frau, Agness (sehr dominant von Lake Bell dargestellt), verheiratet und hat einen kleinen Sohn mit ihr. Agness möchte unbedingt noch ein zweites Kind uns so gerät Jake zusehends unter „Zeugungsdruck“ und absolviert mehr oder minder ein lustloses Pflichtprogramm zur Zeugung weiterer Nachkommenschaft. Jane lernt beim Umbau ihres Hauses den netten Architekten Adam (etwas farblos aber straight dargestellt von Steve Martin) kennen, der ebenfalls geschieden ist, und es bahnt sich eine Beziehung zwischen den beiden an. Exmann Jake entdeckt jedoch plötzlich wieder seine Liebe zu Jane und funkt dazwischen, es kommt zu einer leidenschaftlichen Affäre zwischen Ex-Mann und Ex-Frau und in weiterer Folge zu köstlichen Eifersuchts-Szenen, in denen sowohl Streep als auch Baldwin mit ihren schauspielerischen Leistungen glänzen können und auch Steve Martin zu seiner gewohnten Form aufläuft. Besonders komisch auch die Situation bei einer Party des Sohnes, bei der sich Jane, Jake und Adam mittels einer einzigen (ungewohnten) Haschisch-Zigarette „einrauchen“ . Bemerkenswert auch John Krasinski als Harley (ein wahres Nachwuchs-Schauspieltalent), der den zukünftigen Schwiegersohn mimt und hinter den Kulissen sozusagen zufällig den Überblick über alles hat. Im Film wird aber nicht nur oberflächlich Spaß vermittelt, es geht durchaus auch um tiefere Werte. Also auch um Themen wie erwachsene Kinder, die bereits ein eigenes Leben führen und die vielleicht schon früher mit Veränderungen im Leben fertig geworden sind als ihre Eltern, zu gelungenen Darstellungen im Zusammenhang mit Betrug und betrogen werden und auch zur Botschaft, dass manche Dinge nicht mehr so leicht zu kitten sind wie es sich manche vielleicht vorstellen und wie es auch bequem wäre. Das Ende sei hier nicht vorweggenommen, für Unterhaltung vom Feinsten ist jedenfalls garantiert und wenn man über das etwas langwierige Ende hinweg sieht, dann handelt es sich um einen durchaus lohnenden Kinobesuch eines Films mit hochkarätiger Besetzung und einer breit angelegten Gefühlspalette, für die Regisseurin Nancy Meyers (bekannt von Romantikkomödien wie „Was das Herz begehrt“ und „Liebe braucht keine Ferien“) wieder einmal hervorragend verantwortlich zeichnet.

Der Kinofilm Parker

Filmdauer: 118 min

Erscheinungsjahr: 2013

Besetzung: Jason Statham (Parker), Jennifer Lopez (Leslie Rodgers), Nick Nolte (Bob Hurley), Emma Booth (Claire), Clifton Collins Jr. (Ross), Michael Chiklis (Melander), Wendell Pierce (Carlson), Billy Slaughter (Ben), Kirk Blatz (Bobby), Sala Baker (Ernesto), Carlos Carrasco (Norte), Micah A. Hauptman (Hardwicke), Alyshia Ochse (Amber), Charleigh Harmon (Bonnie), Daniel Bernhardt (Kroll), Michelle Torres (Kroll)

Regie: Taylor Hackford

Filmmusik: David Buckley

FSK: ab 16 J.

 

Parker (Jason Statham; bekannt aus „Transporter“, „The Expendables“, „Schwerter des Königs“) ist ein durchtrainierter, exzellenter Dieb mit Stil. Der Vater (Nick Nolte) seiner Freundin (Emma Booth) vermittelt ihm einen Job bei einem ausgefeilten Überfall. Zusammen mit einer Bande zieht er diesen auch durch.

Da er einem ihm eigenen moralischen Ehrenkodex folgt und bei besagtem Coup mit den sich als zusehends üblen Gesellen herausstellenden Mitgliedern der Truppe einiges schief geht, will er nach „getaner Arbeit“ aussteigen. Deren Anführer plant jedoch schon den nächsten und noch viel größeren Schachzug, zu dessen aufwändiger Ausführung auch Parkers Anteil an der Beute benötigt wird. Dieser weigert sich und so beschließt man kurzerhand, ihn aus dem Weg zu räumen. Es kommt zum blutigen Kampf zwischen ihm und den Mitgliedern der Bande, gegen deren Überzahl er kaum eine Chance hat und in dessen weiterem Verlauf er als vermeintlich tot zurück gelassen wird.

Mit viel Glück überlebt Parker seine schweren Verletzungen und hat danach nur mehr ein Ziel vor Augen: Rache an seinen ehemaligen Komplizen, die ihn auch um seinen Anteil der Beute gebracht haben.

Er nimmt eine neue Identität an und beginnt einen Rachefeldzug. Dabei legt er sich mit Verbrecher-Größen an, die keinerlei Rücksichten kennen und ihm und auch seiner Freundin und deren Vater einen Profi-Killer auf den Hals hetzen.

Der smarte Parker lässt sich jedoch nicht beirren und trifft als vermeintlicher Milliardär in Palm Beach, Florida auf die Immobilienberaterin Leslie Rodgers (Jennifer Lopez, sehenswert wie immer und eine vortreffliche Besetzung). In weiterer Folge wird sie zu seiner Gehilfin, die ihm einiges an Informationen zukommen lässt.

Das spektakuläre Ende naht…

Dieser Kinofilm bietet von Anfang an Spannung und Action, gewürzt mit lockerem Humor, tollen Locations (man merkt, daß das Filmbudget kolportierte 30 Millionen Dollar betragen hat!) etc.

Jason Statham macht eine in allen Lagen eine brillante Figur und verkörpert den Meisterdieb mit Stil äusserst glaubwürdig. (Man könnte ihn sich durchaus auch als kommenden James Bond-Darsteller bzw. in ähnlichen Rollen vorstellen!)

Zu Jennifer Lopez braucht nicht viel gesagt zu werden, sie ist hübsch und hat eine natürliche und sympathische Ausstrahlung ohne dabei affektiert hinüber zu kommen.

Insgesamt 118 Minuten spannende Kino-Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende! Dem Zuseher werden kaum Atempausen gegönnt. (Kleine Anmerkung: für Menschen mit schwachen Magennerven und Abneigung gegen viel Filmblut weniger geeignet ;-)

Absolut sehenswert! Ein Thriller der Extraklasse!

(Alle Angaben ohne Gewähr)

 

 

Der Film „Männer die auf Ziegen starren“

Vor kurzem startete in den Kinos der Film „Männer die auf Ziegen starren“. Angelockt durch den etwas seltsamen Titel weiss man nicht Recht, was einen in diesem Film erwarten wird. Vorab sei jedoch schon gesagt: ein überraschend guter und unterhaltsamer Film. Noch dazu mit absoluter Starbesetzung wie George Clooney, Jeff Bridges und Ewan McGregor. Es geht auch gleich „ordentlich“ los – Robert (Bob) Milton ist Journalist. Seine junge, hübsche Frau verlässt ihn wegen seinem übergewichtigen und älteren Vorgesetzten, dessen Armprothese verdächtig an „Terminator“ und ähnliche Filme erinnert. Hier kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie sich in den Fetisch „Prothese“ verliebt. Bob ist am Boden zerstört, ergreift die Flucht und begibt sich als Kriegsreporter in den Nahen Osten (Irak). Dort trifft er auf den Soldaten Lyn Cassady (George Clooney), einem ehemaligen Mitglied einer auf friedliche psychologische Kriegsführung spezialisierten Einheit des US-Militärs, der „New Earth Army“ (eine Art Mischung aus verschiedenen „freien Religionen“, „Jesus Christ Superstar“, „M.A.S.H.“ und „PSI“, 68er-Generation, etc.). Cassady verfügt über ausgeprägte parapsychologische Fähigkeiten, kann z.B. auch riesige Wolken auflösen, allerdings übersieht er manchmal die essentiellen Kleinigkeiten des Lebens, wodurch den beiden auf ihrem gemeinsamen Trip durch den Irak einige Schwierigkeiten entstehen. Spätestens in dem Augenblick, als Lyn in Bob einen „Jedi“ sieht, kann man sich auch wieder daran erinnern, woher einem der Darsteller Ewan McGregor bekannt vorkommt – die „Star Wars“-Trilogie eilt ihm gewissermaßen hinterher. Irgendwann treffen die beiden dann auch auf den ehemaligen Ausbildner Bill Django (Jeff Bridges und köstlich in seiner Darstellung des esoterisch abgehobenen und friedliebenden Trainers) der „New Earth Army“. Das Ende des Films sei hier nicht vorweggenommen, jedenfalls bleibt es spannend und unterhaltsam bis zum Schluss – Regisseur Grant Heslov und sein Team hochkarätiger Schauspieler sorgen dafür, daß einem nicht langweilig wird. Tolle Musik. Zu erwähnen auch der hervorragende Maskenbildner, der George Clooney eindrucksvoll und echt vom jungen bis zum reifen Mann altern ließ. Eine skurrile, wirklich schräge Persiflage auf das US-Militär, parapsychologische Kriegsführung und die Filmindustrie, die auch eine gewisse Tragik beinhaltet. Sehr sehenswert!

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